BAUEN: Enquete Chance Bau – Die Schnittstelle zwischen Bauwirtschaft und Politik

Stephan Heid sitzt in einem blauen Anzug und spricht in ein Mikrofon bei der Enquete Chance Bau.

Bei dem zwanzigjährigen Jubiläum der „Enquete Chance Bau“ gab es viel zu besprechen. Wohnbau, Baukonjunktur, KI und vieles mehr stand für die mehr als 100 Teilnehmer:innen aus Bau und Politik im historischen Palais Eschenbach auf dem Programm. In spannenden Podiumsdiskussionen, Expertenrunden und sogar Workshops wurden Lösungen und Umgangsweisen mit aktuellen Thematiken der Baubranche diskutiert.

Wohnbau

Die erste Podiumsdiskussion widmete sich dem Wohnbau. Das Sorgenkind der Bauwirtschaft bedarf einer Trendwende. Der Obmann des Verbands gemeinnütziger Bauvereinigungen, Michael Gehbauer, brachte das Thema der Wohnbauförderung auf das Tableau. Diese müsse wieder ausschließlich für den Wohnbau verwendet werden.

Johann Marchner (Wienerberger Österreich) betonte den enormen Anstieg der Energiekosten. Diese seien aktuell für die Hälfte der gesamten Produktionskosten verantwortlich.

Yvonne Otrob (Strabag) verwies auf serielle Vorfertigung als möglichen Lösungsansatz. Die technischen Möglichkeiten seien schon da, jetzt brauche es nur noch den Mut.

Baukonjunktur

In der zweiten Podiumsdiskussion stellte sich die hochkarätige Gruppe aus Expert:innen die Frage, wie die Baukonjunktur wieder zum Wirtschaftsmotor werden kann. Dabei war der Ruf nach Deregulierung besonders laut und bekam viel Zuspruch aus dem Publikum.

Auch unser Partner Stephan Heid setzte sich für das Abweichen von nicht sicherheitsrelevanten Normen ein. Er verwies auf die von unserem Partner Daniel Deutschmann vorgestellte Initiative „Bauen außerhalb der Norm“, die genau diese Praxis fordert und große Aufmerksamkeit von der gesamten Baubranche bekam.

Außerdem verwies er auf die unzähligen Vorteile von partnerschaftlichen Vertragsmodellen. Sie wirkten Preiskämpfen entgegen und ermöglichten eine Situation, in der alle in einem Boot sitzen und somit Risiken und Erfolge teilen. Heid betonte, dass alle Bauherren, die Heid und Partner mit einem Allianzvertrag begleitet hat auch in den folgenden Projekten den kooperativen Ansatz wählten.

Workshops

Erstmalig bei der Enquete Chance Bau gab es im Vorfeld der Veranstaltung drei Workshops, deren Erkenntnisse bei der Enquete den Teilnehmer:innen vorgestellt wurden. In den Workshops ging es um Projektversicherungen, KI am Bau und die Chancen, die eine Kooperation auf der Baustelle ermöglicht.

Runde aus Expert:innen

Zeitgleich mit den Workshops gab es eine hochkarätig besetzte Runde aus Expert:innen, unter anderem mit Daniel Deutschmann. Sie widmeten sich der Frage, wie die Baukonjunktur kurz-, mittel- und langfristig angekurbelt werden kann. Ein wichtiger Teil der Lösung sei, dass die Politik gerade jetzt investieren statt sparen sollte.

Lesen Sie hier die gesamte Berichterstattung über die 20. Ausgabe der Enquete Chance Bau.