Die Industriestrategie soll laut der Bundesregierung „langfristiges Wachstum sowie die Sicherung und Wiedererlangung von wirtschaftlicher und technologischer Kompetenz“ schaffen. Die Bauindustrie kommt in dem Dokument jedoch nur zwei Mal vor. Dennoch gibt es einige Punkte, die Einfluss auf die Bauwirtschaft haben werden.
Der Bau- und Immobilienreport hat einige Maßnahmen ausgewählt und deren indirekte Auswirkungen auf die Branche von unserem Partner Stephan Heid einschätzen lassen.
Aktionsplan zur strategischen öffentlichen Beschaffung
Klare Ziele, Indikatoren, Fortschrittsberichte und Innovationsförderung – all das soll Teil eines österreichischen Aktionsplans zur strategischen öffentlichen Beschaffung sein. Dieses Vorhaben hat das Potenzial, europäische Wertschöpfung und technologische Souveränität zu fördern sowie die Industrie und Arbeitswelt bei ihrer Transformation zu unterstützen – und ist damit begrüßenswert. Doch Stephan Heid hebt auch die Problemstellen hervor, die bei der Umsetzung des Aktionsplans für nachhaltige Beschaffung (naBe) deutlich wurden: „Einerseits fehlt die rechtliche Verbindlichkeit auf Landes- und Gemeindeebene, andererseits benötigt die Prüfung von „Zielen und Indikatoren“ sowie die Erstellung von „Fortschrittsberichten“ (weitere) budgetäre Mittel, soll es nicht nur bei einer wirkungslosen Ankündigung bleiben.“ Positiver Impact auf die Branche: 80/100
Öffentliche Beschaffung als Innovationsförderer
„Die Nachfrage nach Produkten im Bereich der Schlüsseltechnologien wird im Zuge innovationsfördernder öffentlicher Beschaffung stimuliert“, so heißt es in der Industriestrategie. Ob Robotik für effizientere Herstellungsprozesse, fortgeschrittene Werkstoffe wie CO2-reduzierter Beton oder CO2-frei erzeugte Schienen – in der österreichischen Baubranche lassen sich in mehreren Bereichen Innovationsfreudigkeit erkennen. Stephan Heid weist darauf hin, dass Leitlinien zwar gut seien, die Kontrolle ihrer Anwendung jedoch besser. Positiver Impact auf die Branche: 80/100
Per Challenge zur Innovation
Laut der Industriestrategie sollen Anbieter:innen – auch in Teams aus Unternehmen und Forschungseinrichtungen – Innovationen entwickeln, indem sie an Challenges teilnehmen. Dabei ist es jedoch nicht klar, ob die vorhandenen Vergabeinstrumente – Wettbewerb, wettbewerblicher Dialog und Innovationspartnerschaft – ausreichen oder ob nicht an eine neue Verfahrensart gedacht wird. „Im Baubereich könnten solche Challenges Bedeutung bei den Themen Digitalisierung, Recycling und Kreislaufwirtschaft sowie neuen Baustoffen und -methoden erlangen.“ Positiver Impact auf die Branche: 50/100
Lesen Sie hier den gesamten Artikel im Bau & Immobilien Report:


