In der aktuellen Ausgabe des JUVE-Magazins widmet sich unser Partner Daniel Deutschmann dem Thema „Alternative Vertragsmodelle“. Allianzverträge, die in Ländern wie Australien, den USA oder Großbritannien längst Standard sind, etablieren sich zunehmend auch im D-A-CH-Raum – mit eindeutigen Ergebnissen.
Erfolgreiche Umsetzung von Allianzverträgen durch unsere Kanzlei
In den vergangenen Jahren wurden in Österreich – unter Begleitung von Heid und Partner – bereits 13 Allianzverträge im Volumen von 1,74 Milliarden Euro abgeschlossen. Sieben der Bauprojekte sind bereits erfolgreich abgeschlossen – ohne Gerichtsverfahren, ohne langwierige Konflikte und mit überdurchschnittlichen Projektegebnissen sowie hoher Zufriedenheit auf allen Ebenen.
Alternative Vertragsmodelle bieten drei entscheidende Unterschiede. Daniel Deutschmann erläutert:
Das Vergütungsmodell: Gemeinsam statt gegeneinander
Der fundamentale Gedanke eines Allianzvertrags ist, dass die Interessen dort ausgerichtet werden, wo sie hingehören: an den Projektzielen. Danach richtet sich auch das Vergütungsmodell. Die Baukosten werden eins zu eins abgerechnet, die indirekten Kosten pauschaliert, und die Projektperformance beeinflusst – durch eine Bonus-Malus-Regelung – direkt die Vergütung der Auftragnehmer:innen.
Zentral ist die gemeinsame Verantwortung für den Erfolg des Projekts. Werden die vereinbarten Projektziele erreicht, profitieren alle Beteiligten – wird das Ziel verfehlt, sinkt die Vergütung. Das Modell belohnt somit Kooperation, Effizienz und Qualität.
Risk-sharing: Teilen statt zuweisen
Das Risikomanagement bei Allianzverträgen ist ein Bruch mit dem herkömmlichen Ansatz. Risiken werden nicht einseitig zugewiesen, sondern gemeinsam getragen. Durch die Zusammenarbeit der Parteien entsteht eine größere Bereitschaft, Konflikte schnell und fair zu lösen.
Als Vorsorge werden Risikogelder als Puffer in die Zielkosten einkalkuliert. Beim Eintritt eines Risikos bleibt das Vergütungsmodell transparent und fair.
Die Organisation: Ein Team statt zwei
Alternative Vertragsmodelle eröffnen eine besondere Organisationsstruktur. Sie besteht aus einem Allianzvorstand (oberste Instanz), einem Allianz-Managementteam (operative Instanz) sowie dem Projektteam (z. B. Projektingenieur:innen, Sekretär:innen). Entscheidungen werden gemeinsam getroffen, wodurch Reibungsverluste reduziert und Lösungsfindungen beschleunigt werden.
Konflikte: Standardisierter Lösungsprozess
Kommt es dennoch zu Unstimmigkeiten, gibt es einen mehrstufigen, standardisierten Lösungsprozess – vom unmittelbaren Dialog am Entstehungsort über die Einbeziehung der übergeordneten Instanz bis zur Mediation. Langwierige gerichtliche Auseinandersetzungen lassen sich dadurch vermeiden.
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